Blog

Foto: KjG Hochheim

Sommerferien ohne Langeweile

2015
 
HOCHHEIM - (cr) – So etwas kennen Hochheimer Kinder und Jugendliche schon lange nicht mehr. Denn in der vierten und fünften Ferienwoche hieß es wieder „KjG-Zeltlager“. Dieses Jahr fuhren 22 Kinder, 13 Betreuer und das dreiköpfige Küchenteam zusammen ins Zeltlager. Ziel war, wie schon einige Male zuvor, das beliebte Ramstein-Miesenbach. Zusammen sollten die Kinder hier zehn gemeinsame Tage verbringen. Ob bereits mitgefahren oder ganz neu dabei, das Zeltlager 2015 bot allen Kindern ein buntes Programm.
Mit dabei waren natürlich traditionelle Dinge, wie das Kinderkochen, bei dem zeltweise zusammen in der Gruppe geschnippelt, gehackt, und gebraten wurde, um am Ende eine reichhaltige Tafel mit vier verschiedenen Gerichten allen anbieten zu können. Auch der Stadtbesuch und das damit verbundene Spiel „Appel und Ei“ dürfen in keinem Zeltlager fehlen.
 
Es ging also nach Kaiserslautern. Dort mussten die Kinder gruppenweise versuchen, einen Apfel und ein Ei durch geschickte Verhandlungskunst in den Läden Kaiserslauterns, gegen hochwertigere Dinge zu tauschen. Gleichzeitig hatten sie noch mit einer Fotochallenge „zu kämpfen“. Das beliebte Nachtspiel, welches ein Strategiespiel mit zwei Mannschaften, wurde ebenfalls vorbereitet und gespielt. Ziel war es, die Ballons, die in der Endzone des anderen Teams lagerten, zu erobern, ohne dabei gefangen zu werden. Natürlich gab es noch viele weitere Spiele.
Die Teilnehmer konnten durch das direkt anliegende Schwimmbad, den heißesten Tag, mit schwimmen, springen und rutschen verbringen. Neu im Programm war das Krimispiel. Das Spiel, dass von einigen Betreuen selbst entwickelt und durchdacht, orientierte sich an dem klassischen Brettspiel „Cluedo“. Die Ausgangssituation war den Teilnehmern schnell erklärt. Noch im Kreis „starb“ einer der Betreuer theatralisch, und die restlichen Gruppenleiter liefen hysterisch vom Zeltplatz. Ein weiterer Gruppenleiter schlüpfte in die Rolle des „Polizisten Ling“, erklärte den Kindern, dass es sich um eine Vergiftung handle und schickte sie gruppenweise auf einen Rundweg.
 
Mit dem Hinweis, dass jeder Gruppenleiter verdächtig sei, konnten die Kinder nun versuchen, die auf dem Weg befindlichen Betreuer zu befragen. Basierend auf einem in sich schlüssigem Spielsystem, bekam jeder Betreuer eine bestimmte Rolle zugeordnet.
An jeder Station bekamen die Kinder noch Hinweise. Ziel der ersten Runde war, die Kinder in Ahnungslosigkeit, nachdenkend zurück auf den Zeltplatz zu schicken. In der zweiten Runde des Spiels wurde den Betreuern von der Spielleitung noch Alibis verteilt, die ihre Schuld an dem Mord decken sollten. Die Kinder hatten dann eine weitere Möglichkeit, den Fall aufzudecken. Bei genauer Befragung aller Betreuer und Dokumentation der Alibis, fiel auf, dass sich genau ein Alibi nicht decken konnte und somit nur ein Betreuer als Mörder in Frage kommen konnte. Der Schuldige war nach stundenlanger, harter Detektivarbeit gefasst. Das Spiel überzeugte die Kinder durch seinen durchdachten Spielfluss, und verlangte viel Kombinationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Sowohl Kinder als auch Betreuer hatten hierbei unglaublich viel Spaß.
Der Wettkampfgeist der Teilnehmer wird durch die täglichen „Rahmenspiele“ und Zeltkontrollen gestärkt. Am Ende des Zeltlagers werden alle gesammelten Punkte addiert und der Gesamtsieger konnte so festgestellt werden. An jedem Tag stehen natürlich das Lagerfeuer und die Abendrunde auf dem Programm. Hier werden Lieder gesungen und es wird gespielt.
Die Gruppe wurde jeden Abend von Gitarrenmusik begleitet, sodass jeden Abend eine außerordentlich romantische Stimmung entstand. So mancher Teilnehmer konnte bereits seine Angst vor dem Singen vergessen und zusammen täglich einen harmonischen Tagesabschluss erleben. Ein besonderes Highlight dieses Jahr war die am letzten Abend veranstaltete „Knicklichtparty“. Gegen eine kleine Eintrittsgebühr, in Form von Süßigkeiten und Schokolade, konnten die Kinder im Aufenthaltszelt den actionreichen Tag mit Feierlaune ausklingen lassen. DJ Chris sorgte für motivierende Musik und Beats.
Vor der Disco standen natürlich noch der bunte Abend und die traditionellen Hochzeiten an. Beim bunten Abend sollte sich jedes Zelt einen Abendprogrammpunkt zur Unterhaltung überlegen und schließlich auch präsentieren. Von Montagsmaler bis „Zeltlagers next topmodel“, die kreativen Ideen der Teilnehmer amüsierten alle.
Auch für Verpflegung muss natürlich gesorgt werden. Elke Bernhardt bekochte die gesamte Zeltlagermannschaft täglich mit vorzüglichen Speisen. Unterstützt wird sie hierbei von Markus Fischer und Thomas Boller. Ob als Kind oder als Betreuer, das Zeltlager ist ein riesen Spaß, bei dem neue Erfahrungen gemacht und Freundschaften geschlossen werden.
Gemeinsame Zeit stärkt das Gruppengefühl. Miteinander statt gegeneinander, steht klar im Vordergrund. Den Kindern ein Gefühl von Gemeinschaft geben und dabei jede Menge Spaß erleben. Trotz leichter Unterbesetzung seitens der Kinder wird das Zeltlager 2015 unvergessen bleiben, und hoffentlich sehen sich viele bekannte und vor allem neue Gesichter im Zeltlager 2016 der KjG Hochheim wieder.